Wie der Dienstzwang ein Überangebot an Arbeitskräften produziert

Die Wehrpflicht als Rekrutierungsmethode wird offenbar nicht einmal mehr dem Bedürfnissen der Bundeswehr gerecht. Das ist jedenfalls die Schlußfolgerung, die dieser Artikel in der online Ausgabe des Spiegels nahelegt.

Die Bundeswehr kann den alljährlichen forcierten Andrang Wehrpflichtiger offenbar nur dann noch bewältigen, wenn die Mehrheit der potentiellen Opfer ausgemustert wird. „Noch vor fünf Jahren wurden lediglich 16,9 Prozent aller Wehrpflichtigen ausgemustert – inzwischen sind es satte 46,2 Prozent. (…) Hinter der enormen Untauglichkeitsquote steckt offensichtlich politisches Kalkül. Im politischen Gerangel um die Zukunft der Bundeswehr hat sich der Staat de facto von der allgemeinen Wehrpflicht leise verabschiedet: Die Bundeswehr weiß nicht mehr, was sie mit den jungen Männern anfangen soll.

Der Artikel beschreibt wie einige Musterungsverfahren zur Ausmusterung sportlich aktiver Wehrpflichtiger geführt haben und enthält diese erfreuliche Passage: „Kurze Zeit später erhielt ich einen Bescheid über meine Ausmusterung. Heute studiere ich Sport in Kassel.“ Wer also bald zur Musterung muß sollte sich das mal durchlesen.

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