Gleichstellung bei der Bundeswehr?

Bei aller Diskussion um den SPD Vorschlag zur “freiwilligen Wehrpflicht” erhält der Aspekt der Männerdiskriminierung überraschend wenig Beachtung. Im Mainstream der Diskussion melden sich allenfalls jene zu wort die dieses Unrecht noch ausbauen wollen. Natürlich ist diese Tendenz zur Diskriminierung in Deutschland nicht neu, besser wird sie dadurch nicht.

Einer der wenigen Blogs die dieses Thema konsequent angehen, ist Arne Hoffmanns Genderama. Schade ist nur, daß dabei der Freiheitsaspekt gegenüber der Gleichheit zu kurz kommt. Hoffmann bemängelt z.B. daß die Musterung von Frauen im Rahmen der „freiwilligen Wehrpflicht“ zunächst erwogen, dann aber fallengelassen wurde.

Natürlich ist widerspricht die rechtliche Geschlechterdifferenzierung bei der Wehrpflicht dem Gleichheitsgrundsatz und ist allein schon deshalb ungerecht. Wenn man aber akzeptiert, daß Zwangsdienste auch bei gleicher Anwendung nicht gerecht sein können, dann kann die Ausweitung des Unrechts auf Frauen keine akzeptable Lösung sein.

Durch eine solche Maßnahme würde eine Form des Unrechts durch eine Andere ersetzt, ein Liberaler sollte jedoch kompromißlos darauf bestehen, daß die Freiheitsrechte von Männern und Frauen gleichermaßen geachtet werden. Die Freiheit als Grenze staatlicher Macht, nicht die Gleichheit beim Verlust dieser Freiheit sollte im Vordergrund stehen.

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