Wirtschaftliche Leistung als Verbrechen

Die Badische Zeitung berichtet von einem Urteil gegen einen Zivildienstleistenden der ohne Erlaubnis die Arbeitsstelle wechselte. Der gelernte Handwerker hatte zunächst seinen Zivildienst in der Helios Klinik angetreten. Als ihm klar wurde, das er für die zugewiesene Tätigkeit nicht geeignet war, und ihm keine passenden Alternativen geboten wurden, verließ er die Zivildienststelle und arbeitete stattdessen in seinem erlernten Beruf.

Für seinen Ungehorsam wurde dieser Leibeigene nun zu einer dreimonatigen Freiheitsstrafe auf Bewährung und einer Buße von 1200 Euro verurteilt. Interessant ist hier, das die alternative Beschäftigung als erschwerend gewertet wurde: „Eine Freiheitsstrafe sei nötig wegen der „abschreckenden Wirkung“, außerdem wirkte strafverschärfend, dass der Angeklagte während seiner Zivildienstzeit regulär in seinem Beruf arbeitete und Geld verdiente.“ (Quelle)

Im zitierten Artikel wird weiter darauf hingewiesen, das die Möglichkeit bestanden hätte, sich um ein amtsärztliches Gutachten zu bemühen.

Mit etwas Geschick wäre es dann vielleicht auch möglich gewesen sich auf Grund der erfahrenen psychischen Belastung krankschreiben zu lassen.

Als strafverschärfend gilt also nicht, das der „Täter“ in irgendeiner Weise besondere kriminelle Energie gezeigt hätte –wenn man sein verhalten denn überhaupt als kriminell bezeichnen will. Wenn wir den Tathergang ohne obrigkeitsstaatliche Voreingenommenheit betrachten, dann ist hier nichts anderes passiert, als das ein junger Handwerker eine Stelle für die er weder qualifiziert, noch motiviert oder geeignet war verlassen hat, um in einem Beruf zu arbeiten, für den er ausgebildet und allem Anschein nach persönlich geeignet war. Volkswirtschaftlich gesehen wurde also ein Beitrag zum effizienten Arbeitskräfteeinsatz geleistet, durch den sich nebenbei auch noch das Steuereinkommen des Staates erhöhte.

Dieser freiwillige und allgemein wohlstandsmehrende Einsatz gilt nun als besonders kriminell. Wäre der Zivi etwas gerissener gewesen, und hätte er sich erfolgreich krankschreiben lassen, dann hätte er womöglich das Ende seiner Zivildienstzeit in aller Ruhe, auf Kosten des „Arbeitgebers“, abwarten können.

Deutlicher lässt sich die systemimmanente Ineffizienz des sozialdemokratischen Obrigkeitsstaates wohl nicht veranschaulichen. Ein Sozialist ist jemand, dem es egal ist was du tust, solange du dazu gezwungen wirst.

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1 Kommentar »

  1. […] wirtschaftlichen Kosten des Zwangsdienstes für die Betroffenen illustrieren wurden in diesem Blog wiederholt hervorgehoben. Die Wormser Zeitung berichtet jetzt über einen weiteren Fall in dem ein […]

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