Werden Freiwillig Länger Dienende weniger wichtig?

Wehrpflichtige nützen der Bundeswehr, weil sich viele von ihnen im Anschluss an den Wehrdienst für den Soldatenberuf entscheiden oder ihre Dienstzeit zumindest verlängern. Diese Behauptung wird gerne von Befürwortern der Wehrpflicht ins Feld geführt, auch wenn sie, genaugenommen, den Wehrdienst nicht rechtfertigen kann: auch wer keinen großen Wert auf persönliche Freiheit legt, muss die Wehrpflicht zumindest sicherheitspolitisch begründen. Das zumindest ist der in der BRD vorherrschende Konsens.

Die Bedeutung der Freiwillig Länger Dienenden wurde dennoch gerne betont, nicht zuletzt weil sie im Gegensatz zu anderen Wehrdienstleistenden auch im Ausland eingesetzt werden können. Thomas Wiegold legt jetzt im Focus dar, das selbst dieses Nebenargument für die Wehrpflicht an Bedeutung verliert. Rudolf Scharping schätzte demnach noch im Jahre 2002 den Anteil Freiwillig Länger Dienender bei Auslandseinsätzen auf 20%. Nach Angaben des BMVg lässt sich der gegenwärtige Anteil, soweit Daten verfügbar sind, auf etwa 5.4% schätzen. „Beim größten und personalintensivsten Einsatz, dem in Afghanistan, sind es noch nicht mal drei Prozent.“ (T. Wiegold)

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