Die gesamtwirtschaftlichen Kosten der Zwangsdienste: ein konkreter Fall

Wehrpflicht- oder Dienstpflichtbefürworter unterschlagen gerne die wahren Kosten des Zwangsdienstes, indem sie die gesamtwirtschaftlichen Kosten des Zwangsdienstes ignorieren. Ein konkretes Beispiel dafür, wie hoch diese Kosten sein können, kommt aus Koblenz:

Der Zivildienst ist wichtiger als die eigene Firma. Das hat ein Gericht in Koblenz beschlossen. Dass der Zivildienstleistende als Unternehmer danach womöglich pleite ist, steht zunächst einmal nicht zur Debatte.“ (Quelle)

In diesem Blog wurde schon häufig darauf hingewiesen, das die Opportunitätskosten Teil der Gesamtkosten eines Zwangsdienstes sind. In der Regel handelt es sich hierbei um die, während des Zwangsdienstes nicht erbrachte, höhere Wirtschaftsleistung des Dienstleistenden. Im oben genannten Fall kommt die Zerstörung eines produktiven Unternehmens hinzu.

Die Botschaft an junge Unternehmer ist klar: was in Deutschland zählt ist die Unterwerfungsgeste, die Unterordnung des Individuums unter den autoritären Staat und das nationale Kollektiv. Leistungsträger werden allenfalls geduldet, willkommen geheißen werden sie nicht.

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3 Kommentare »

  1. lydia4krasnic said

    Du bist nichts, Dein Volk ist alles, Gemeinsinn geht vor Eigensinn, Privat ist bei uns der Schlaf, blablafaselsülz.

    Der junge Mann sollte die Hühner satteln und flüchten aus diesem Fascho-Staat! Als Reiselektüre empfehle ich „Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat“ von Thoreau!

  2. […] Mein Freund gehört mir! Und nicht dem Staat! Wehrpflicht ist Sklaverei – und ökonomischer Schwachfug! […]

  3. nickender said

    Absolut wahr, absolut wahr.

    Aus internationaler sicht moechte ich gerne anmerken das das in Deutschland keine boesartigkeit (zumeist) in sich birgt, sondern die alte deutsche Dummheit „Mein Chef hat gesagt“ -> So die verwaltung. Die meisten Staatsdiener sind froh eine Arbeit zu haben, und werden ausfuehren was ihnen angeordnet wurde – und wie schon immer in der Deutschen Geschichte – unter verachtung aller „hoeheren Berufungen“ wie Menschenwuerde, gegenseitiger Respekt und Vernunft. Dies ist aber wirklich nichts neues – typisch Deutschland – wie immer.

    Auf der anderen Seite hat es die USA viel haerter getroffen. Die Menschenrechte sind virtuell voellig ausser Kraft, der Staat – eher die Polizei hat dort die Macht. Das worum Deutschland noch ringt ist dort schon lange verloren. Wers nicht glaubt … ein paar dokumente unsagbarer (und legaler) grausamkeit gegen unschuldige Menschen sind bei youtube zu finden.

    Im Verhaeltnis steht Deutschland noch ganz gut da, obwohl ich zugeben muss, ich hab mich aus dem Sauhaufen schon vor 10 Jahren verkruemelt und lebe ausserhalb.

    Ich komm wieder, wenn alle Verwaltungsangestellte wieder nen Nuernberger prozess bekommen.

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