DGB gegen Jungs Vorstoß zur Einberufung aus der Fortbildung

Die stellvertretende DGB Vorsitzende Ingrid Sehrbrock betont die wirtschaftliche Unsinnigkeit einer aggressiveren Einberufungspraxis gegen Wehrpflichtige die sich noch in der Ausbildung befinden:

„Wir sollten alles tun, damit sich möglichst viele junge Menschen qualifizieren und ihnen auf gar keinen Fall Steine in den Weg legen,“ sagte Sehrbrock am Donnerstag in Berlin. … „Das ist doch keine Politik aus einem Guss: Klagen über den Fachkräftemangel, Gas geben mit dem Ausbildungsbonus und dann mit der Verschärfung der Wehrpflicht wieder auf die Bremse treten.““ (Quelle)

Das diese Politik nicht aus einem Guss ist sollte nicht überraschen, schließlich werden sozialstaatliche Interventionsprogramme gerade deswegen kritisiert, weil Interventionen zu ungewollten Nebenwirkungen führen, welche ihrerseits Gegenmaßnahmen notwendig machen, die wiederum zu ungewollten Nebenwirkungen führen, welche ihrerseits Gegenmaßnahmen notwendig machen die … (da capo, senza fine).

Im allumfassenden Wirrwarr gescheiterter Maßnahmen zur Gesellschaftsplanung ist die Einberufungspraxis eben nur ein Detail.

So erfreulich es auch ist, das die wirtschaftlichen Kollateralschäden der Wehrpflicht vom DGB benannt werden, so enttäuschend ist es andererseits, das die selektive Benachteiligung junger Männer wider einmal nicht angesprochen wird. Wenn es um die sehr viel subtilere Benachteiligung von Frauen geht, sehen die Prioritäten der Gewerkschafter anders aus.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: