Die Kosten der Zwangsdienste: noch ein konkreter Fall

Konkrete Fälle, die die wirtschaftlichen Kosten des Zwangsdienstes für die Betroffenen illustrieren wurden in diesem Blog wiederholt hervorgehoben. Die Wormser Zeitung berichtet jetzt über einen weiteren Fall in dem ein Zivildienstleistender mit der regressiven Naturalsteuerlast des Zwangsdienstes überfordert war:

Vor seinem Zivildienst arbeitete der junge Mann bei einer Wormser Speditionsfirma. Dort habe er eigentlich recht gut verdient. Seine Wohnung habe er neu eingerichtet und zuvor noch einen Kredit für ein Auto aufgenommen. Dann kam der Einberufungsbescheid und damit der „Einsatz“ an der Zivildienststelle. Das finanzielle Fiasko begann. Seinen Kredit habe er nicht mehr weiterzahlen können; ebenso drückten aufgelaufene Mietschulden. Seine Wohnung wurde vom Vermieter fristlos gekündigt und per Gerichtsbeschluss geräumt.“ (Quelle)

Interessant ist hier nicht zuletzt, das es vor allem die einfältigeren Zwangsdienstleistenden sind, die von der Strafbewehrten Durchsetzung der Leibeigenschaft am härtesten getroffen werden. Wie zuvor in diesem Fall wurde auch hier darauf hingewiesen, das bei vorsichtigerer Planung eine geschickt platzierte Krankschreibung den gewünschten Effekt ohne juristische Konsequenzen erzielt hätte.

Auch sollte nicht übersehen werden wie ein einfacher Mensch vom Markt immerhin soweit versorgt wurde, das er sich eine Wohnung und Auto leisten konnte, bevor ihn der Eingriff des Sozialstaates zurück in die Armut stieß.

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