Liberalismus oder Pazifismus?

Es gibt Menschen, die den Militärdienst ablehnen, aber keine Einwände haben, wenn es bei einem Zwangsdienst darum geht, in einer Suppenküche oder einem Krankenhaus zu arbeiten.

Was ich in erster Linie verabscheue ist nicht Militarismus sondern Zwang. Durch Zwangsdienste wird ein Individuum nicht als freier Mensch betrachtet der über sein eigenes leben verfügen kann, sondern wird als Eigentum des Staates angesehen; ein Produktionsfaktor, über den Bürokraten und Politiker nach eigenem Gutdünken verfügen können.

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Auslandseinsätze: Ablehnung aus der Bevölkerung trotz sozialer Integration?

Von Seiten der CDU wird offenbar bemängelt, das die Bevölkerung Auslandseinsätzen der Bundeswehr ablehnend gegenüber steht, während der Bundestag diese konsequent unterstützt. Gleichzeitig wird das Bekenntnis zur Wehrpflicht bekräftigt, denn diese verhindere eine Abkopplung der Gesellschaft von den Streitkräften. (Quelle) Das diese beiden Aussagen einander widersprechen scheint niemandem aufgefallen zu sein.

Kein Interesse an der Bundeswehr?

In seiner Rezension von Klaus Naumanns Buch „Einsatz ohne Ziel“ mach Herfried Münkler eine interessante Beobachtung:

Wer nur einen kleinen Einblick in die Berliner Verhältnisse hat, wird Naumanns zentralem Vorwurf zustimmen: Der Bundestag, der so viel Wert darauf legt, dass die Bundeswehr eine Parlamentsarmee ist, kümmert sich mit Ausnahme einiger Abgeordneter nicht um sie. Die Volksvertreter haben ihre Rechte einst vor dem Verfassungsgericht erstritten, aber nicht realisiert, dass sie damit auch Pflichten übernommen haben. Diese lassen sich nicht darauf beschränken, sich vor der nächsten Mandatsverlängerung schnell kundig zu machen. Da dem tatsächlich aber so ist, hat das zur Folge, dass viele wichtige Fragen von den Militärs entschieden werden.“ (Quelle)

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