Archive for Mai, 2010

Zivildienst als Gegengewicht zum Mindestlohn

Angesichts der vorgeschlagenen Zivildienstreform weist Werner Glenewinkel auf einen Aspekt des Zivildienstes hin, der gemeinhin zuwenig Beachtung findet. Im „sozialen“ Bereich wirkt der Zivildienst gewissermaßen als negativer Mindestlohn:

Es geht wohl vor allem darum, billige Arbeitskräfte für den Sozialbereich nicht nur zu sichern, sondern über die Einrichtung eines neuen Dienstverhältnisses systematisch vorzuhalten. Wenn 90000 Zivis ihren Dienst gezwungenermaßen verlängern, arbeiten sie scheinbar »freiwillig« als Pflegebeamte deutlich unterhalb jeden Tariflohns.

(…)

Ein Zivildienstleistender erhält im Durchschnitt einen Stundenlohn von 3,75 Euro. Der gerade ausgehandelte Mindestlohn für Pflegekräfte beträgt 8,50 Euro in West- und 7,50 Euro in Ostdeutschland. Die Tariflöhne in vielen Betrieben liegen natürlich darüber.“ (Weiter: hier)

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Österreich: ein Vorstoß in die falsche Richtung

Die FPÖ plant offenbar die Ausweitung der Wehrpflicht auf Frauen zu beantragen: „Geht’s nach der FPÖ, soll die Wehrpflicht bzw. Zivildienst für Frauen Gesetz werden. Darum gibt es einen Oberösterreich-Vorstoß von FPÖ-Klubchef Günther Steinkellner, der mit einem von den Bundes-Blauen unterstützten Antrag am Donnerstag im Landtag das Thema „Dienst an der Waffe für Frauen“ vorantreiben will.“ (Quelle)

Mehr Gleichheit ließe sich somit durch weniger Freiheit erreichen -wie so oft, obwohl es in diesem Falle sehr leicht besser möglich wäre.

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