Zivildienst als Gegengewicht zum Mindestlohn

Angesichts der vorgeschlagenen Zivildienstreform weist Werner Glenewinkel auf einen Aspekt des Zivildienstes hin, der gemeinhin zuwenig Beachtung findet. Im „sozialen“ Bereich wirkt der Zivildienst gewissermaßen als negativer Mindestlohn:

Es geht wohl vor allem darum, billige Arbeitskräfte für den Sozialbereich nicht nur zu sichern, sondern über die Einrichtung eines neuen Dienstverhältnisses systematisch vorzuhalten. Wenn 90000 Zivis ihren Dienst gezwungenermaßen verlängern, arbeiten sie scheinbar »freiwillig« als Pflegebeamte deutlich unterhalb jeden Tariflohns.

(…)

Ein Zivildienstleistender erhält im Durchschnitt einen Stundenlohn von 3,75 Euro. Der gerade ausgehandelte Mindestlohn für Pflegekräfte beträgt 8,50 Euro in West- und 7,50 Euro in Ostdeutschland. Die Tariflöhne in vielen Betrieben liegen natürlich darüber.“ (Weiter: hier)

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