Das langsame Sterben der Wehrpflicht – was kommt danach?

Die Aussetzung der Wehrpflicht scheint zunehmend unausweichlich –weniger aus Überzeugung als weil die alteingesessenen Argumente immer weniger tragbar werden. Allerdings wird jetzt auch deutlich wer zwangsdienste nicht aus vermuteter notwendigkeit sondern um ihrer selbst wegen befürwortet.

Jetzt wo die konventionellen Floskeln zur Rechtfertigung der Wehrpflicht immer weniger taugen, wagen sich die Befürworter einer allgemeinen Dienstpflicht auch deutlicher in die Diskussion. Zwar wenden sich Merkel und Schröder vorerst noch gegen eine allgemeine Dienstpflicht, doch zu Guttenberg hat offernbar „große Sympatien“ für diese Idee, auch wenn er sie für nicht durchführbar hält (Reuters). Andere CDU politiker bereiten derweil zahlreiche Alternativforschläge für diverse Zwangsdienste vor.

Allerdings sollte man nun nicht denken, diese verliebtheit in Zwangsdienste sei in Deutschland ein konservatives Privileg. Die Vorgänger Partei der jüngsten SED reinkarnation (Die Linke) hatte bekannterweise keine Probleme mit allgemeinverbindlichen Zwangsdiensten. Auch in Westberlins Alternativer Liste wurde schon in den 1980er Jahren ein allgemeiner „Volksdienst“ diskutiert.

Zu Zwangsdiensten im Allgemeinen ist auf diesem Blog bereits genug gesagt worden. Vom Blog Wirtschaftliche Freiheit, gibt es hier außerdem eine ökonomische Bewertung.

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