Archive for Wirtschaft

Wehrpflicht und Bildung

Spiegel Online sieht die Universitäten wegen der kommenden Aussetzung der Wehrpflicht unter Druck. Ein Übergang von der Planwirtschaft zur Marktwirtschaft bringt nun einmal Anpassungskosten mit sich. Dabei ist es natürlich nicht Aufgabe der Landesverteidigung Hochschulen vor Studenteninvasionen zu schützen. Ein Leserbrief in SPON bringt es auf den Punkt:

Es ist zumindest schön, dass jetzt mal zugegeben wird, was die Wehrpflicht eigentlich ist: Ein Parkplatz für junge Männer, für die man weder Lehrstellen noch Plätze an den Unis hat. Also nix mit: „Verankerung des soldatischen Bewusstseins im Volkskörper“, „Armee als Schule der Nation“ und all dem blöden Geschwafel, mit dem man die Wehrpflicht bislang zu rechtfertigen suchte.“ (Quelle)

Für die, die jetzt keinen Platz an einer Präsenzuni bekommen gibt es allerdings Alternativen. Jura, Psychologie und BWL kann man auch hier studieren. Mit guten Englischkenntnissen geht es auch hier.

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Aktuelle Positionen in der Wehrpflichtdiskussion

In der Diskussion um die Aussetzung der Wehrpflicht, begründet zu Guttenberg seine Position mit dem anstehenden Modernisierungsbedarf:

Es wäre eine Milchmädchenrechnung zu glauben, dass man durch eine Aussetzung der oder Alternativen zur Wehrpflicht sofort große Summen einsparen könnte, denn Sie müssen dann Geld investieren, um die Bundeswehr attraktiver zu machen. Das müsste man aber ohnehin.“ (Quelle)

Wobei er sich hier wohl auch nur auf die Budgetkosten bezieht und die volkswirtschaftlichen Kosten nicht erwähnt. Westerwelle dagegen betont die fehlende Den Rest des Beitrags lesen »

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Wehrpflicht doch am Ende?

Der Spardruck macht’s möglich. Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg stellt die Wehrpflicht zur Disposition. Vorerst ist es nur ein Vorschlag, zudem soll der Dienst an der Waffe für Jedermann auch nur ausgesetzt werden. Aber es gibt keinen Zweifel daran, dass eine solche Entscheidung das Ende der Wehrpflicht bedeuten würde. Der Schritt wäre überfällig.“ (Quelle: Tagesspiegel)

Na sowas, und ich dachte eine Berufsarmee wäre zu teuer …

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Zivildienst als Gegengewicht zum Mindestlohn

Angesichts der vorgeschlagenen Zivildienstreform weist Werner Glenewinkel auf einen Aspekt des Zivildienstes hin, der gemeinhin zuwenig Beachtung findet. Im „sozialen“ Bereich wirkt der Zivildienst gewissermaßen als negativer Mindestlohn:

Es geht wohl vor allem darum, billige Arbeitskräfte für den Sozialbereich nicht nur zu sichern, sondern über die Einrichtung eines neuen Dienstverhältnisses systematisch vorzuhalten. Wenn 90000 Zivis ihren Dienst gezwungenermaßen verlängern, arbeiten sie scheinbar »freiwillig« als Pflegebeamte deutlich unterhalb jeden Tariflohns.

(…)

Ein Zivildienstleistender erhält im Durchschnitt einen Stundenlohn von 3,75 Euro. Der gerade ausgehandelte Mindestlohn für Pflegekräfte beträgt 8,50 Euro in West- und 7,50 Euro in Ostdeutschland. Die Tariflöhne in vielen Betrieben liegen natürlich darüber.“ (Weiter: hier)

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Leistung als Verbrechen (Teil 2)

Wirtschaftliche Leistung wird wieder einmal als Verbrechen behandelt. Ein 23 jähriger Zivildienstsklave hat die Frechheit besessen „Sachzwänge zu schaffen“, indem er akuten Personalbedarf in einem Privatbetrieb deckte, statt unqualifiziert im Zivildienst zu arbeiten. Nicht nur das, er zeigt sich auch noch uneinsichtig:

Sechs Monate Gefängnis drohten am Montag einem 23-jährigen Birkenfelder, der den Kriegsdienst verweigert hatte, im September 2008 aus beruflichen Gründen dann aber auch den Zivildienst nicht antrat. „Er ist noch immer uneinsichtig“, so begründete Staatsanwältin Lisa Stegbauer ihren harten Kurs gegen Den Rest des Beitrags lesen »

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Zivildienst: 1 – Arbeitsmarkt: 0

Der Focus berichtet, das der Verlust einer Festanstellung nicht als Zurückstellungsgrund anerkannt wird. (Source)

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Wehrpflicht und Personalbedarf – Standardargumente und Fakten

Befürworter der Wehrpflicht argumentieren gerne, die Wehrpflicht sei notwendig, um die Personalversorgung der Streitkräfte zu garantieren, und Rekruten aus allen Qualifikationsbereichen zu gewinnen. Nach einem Bericht des Tagesspiegels, scheint dies nicht mehr zu funktionieren: Der Bundeswehr laufen die höher Qualifizierten davon. Und damit wird auch der Einsatz am Hindukusch immer mehr ein organisatorischer Kraftakt.“ (Quelle)
Auch das Detailargument Den Rest des Beitrags lesen »

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